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Major Barbara

George Bernard Shaw – 2001/2002

Zum 10–jährigen Vereinsjubiläum haben sich die Helden dieses Stück ausgesucht. Passend, denn der Vereinsname entlehnt sich schliesslich Shaws Anti–Kriegskomödie Helden.

Diese Verquickung von Arbeitsplatz und Rüstung! Es ist etwas sehr irrationales in unsere scheinbar so rationale Welt gekommen… Kein Mensch kann mehr den Unschuldigen spielen. Das ist das Verteufelte.

So schrieb Friedrich Dürrenmatt 1989 und bringt so Shaws Major Barbara auf den treffendsten kürzestmöglichen Nenner. Grund genug, die unangenehmen Wahrheiten des in den letzten Jahren wenig gespielten Werkes nicht empört zu meiden oder gar als überholt zu bezeichnen, nur weil die darin artikulierte Problematik nicht in der heute angemessen erscheinenden Form der Tragödie vorgeführt wird.

Mit „Major Barbara“ stellt Shaw ein heikles Thema zur Diskussion:

Der Rüstungsfabrikant Andrew Undershaft fragt nicht danach, wem er seine Waffen liefert, es geht ihm nur um’s Geld. Seine Familie hat sich aus moralischen Gründen von ihm getrennt; seine Tochter Barbara ist Major bei der Heilsarmee. Da sind Konflikte vorprogrammiert, zumal wenn die Tochter mit einem Professor mit höchst wechselhaften moralischen Einstellungen verlobt ist. Abgerundet wird das Personal mit draufgängerischen Vertretern der niederen Klassen, mit einer zynischen Moral der Gosse sowie mondän snobistischen aber dümmlichen Oberklassenangehörigen. Seien Sie also gespannt, wessen Moral letztlich siegt.

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