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Der eingebildet Kranke

Der eingebildet Kranke

Molière – 2014/2015

Es kratzt und juckt das Zipperlein – und zwar bei fast allen Protagonisten der Molière-Inszenierung des Heldentheaters.

Nur die Hauptperson, der ebenso vermögende wie griesgrämige Monsieur Argan, erfreut sich bester Gesundheit. Mancher aus seinem Umfeld beneidet ihn um seine Vitalität; nur er selbst hält sich für sterbenskrank.

Argans Hypochondrie ist ein gefundenes Freßen für gewinnorientierte ärzte und falsche Freunde, die in erster Linie auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Für die Familie und das Dienstpersonal dagegen bedeutet sie eine permanente Nervenprobe, die durch Argans Hang zu Selbstmitleid und Cholerik zusätzlich erschwert wird.

Als er sich schließlich entscheidet, seine Tochter an den unterbelichteten, aber frisch examinierten Arzt Thomas zu verheiraten, um sich medizinische Expertise in die eigene Familie zu holen, ist der Bogen überspannt. Tochter Angélique, deren Herz schon lange dem attraktiven Cléante gehört, verweigert sich dem väterlichen Willen, worauf dieser ultimativ ankündigt, sie in ein Kloster zu schicken.

Nun drängt sie Zeit: Die pfiffige Hausdienerin Toinette und Argans dem Alkohol sehr zugetane, aber lebenserfahrene Schwester Géraldine wollen dem Spuk ein Ende bereiten und ihn endgültig von seiner völligen Gesundheit überzeugen.

Doch dies ist alles andere als einfach: neben den exzentrischen Hausärzten stehen ihnen Angéliques berechnende Stiefmutter Béline sowie der Starrsinn eines eingebildeten Kranken im Weg…

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