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Bunbury oder Wie wichtig es ist, ernst zu sein

Bunbury oder Wie wichtig es ist, ernst zu sein

Oscar Wilde – 2002/2003

Schon im Titel spiegelt sich die Ironie dieses ‘leichten Stücks für ernsthafte Leute’: Im Wortspiel zwischen ‘ernst’ als Eigenschaft und Ernst als Name.

Zwei junge Herren, Dandys par Excellenze, haben sich zwei Phantasiegeschöpfe für ihre amourösen Eskapaden ausgedacht: Algernon schiebt seinen erfundenen Freund ‘Bunbury’ vor, um von der Stadt jederzeit aufs Land fahren zu können und Jack hat seinen leichtlebigen Bruder ‘Ernst’ ins Leben gerufen, um vom Lande in die Stadt flüchten zu können, wann immer es ihm gefällt. Da nun Cecily, Jacks Mündel, und Gwendolen, Algernons Cousine, ausserordentlichen Wert auf den Namen ‘Ernst’ legen, machen sie schliesslich die Wahl ihrer Ehekandidaten von diesem Namen abhängig. Daraus entwickeln sich Kaskaden von Wirrnissen…

Wilde entlarvt hier –vergnüglich kaschiert– das Oberflächliche, Seichte und Unerhebliche hinter der Fassade eines eingeübten Rollenspiels.

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